6 internationale Fachmessen unter 1 Dach
|
Schwerpunkte
-
| Zusätzliche Impulse: |
 |
 |
|
|
|
News + Pressemitteilungen
|
APA-OTS Newsmeldungen
powered by  |
|
|
|
|
|
![]() |
708 Direktaussteller plus 1.000 vertretene Firmen belegten Mall und alle vier Hallen der Messe Wien +++ insgesamt an die 34.500 Fachbesucher aus dem In- und Ausland +++ kaum Auswirkungen der Banken- und Finanzkrise auf Messeverlauf +++ Industrie sieht Krise als Chance zu Innovationsschub +++ Ergebnisse der Besucherbefragung zeigen sehr hohe Zustimmung zu Konzept und Umsetzung der >vienna-tec 2008< +++ |
WIEN (16. Oktober 2008). – In der Messe Wien schlossen am Freitag, 10. Oktober 2008, nach vier Messetagen die Tore der zweiten Ausgabe der >vienna-tec<, der größten Industriefachmesse Österreichs. Dabei hatten 708 Direktaussteller und zusätzlich rund 1.000 vertretene Firmen (Anm.: gesamt beträgt der Herstelleranteil 83 %) aus 25 Ländern auf 60.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in allen vier Messehallen und der Mall ihre neuesten und aktuellen Lösungen, Produkte, Systeme, Programme und Dienstleistungen präsentiert. Erstmals war die >vienna-tec< vor zwei Jahren veranstaltet worden. Sie bietet den Fachbesuchern aus der Industrie sowie dem produzierenden Gewerbe im Zwei-Jahres-Turnus sechs international renommierte Fachmessen unter einem gemeinsamen Dach (>automation austria<, >energy-tec<, >ie – industrieelektronik<, >intertool<, >messtechnik< und >Schweißen/Join-Ex<).
„Damit ist die >vienna-tec< eindeutig die größte Fachmesseplattform ihrer Art für die Industrie und das produzierende Gewerbe in Österreich und reicht bis in den Centrope-Raum hinein“, betont Direktor Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien, der nicht nur über das Plus in der Besucherbilanz von 16,4 Prozent auf 34.358 Fachbesucher (Anm.: Besucheranzahl 2006: 29.511) berichten kann, sondern auch den ungemein hohen Innovationsgrad bei den Produkten der Aussteller hervorhebt: „Dies beweist, dass die heimische Industrie in der >vienna-tec< ihre Fachmesseheimat gefunden hat, auf der sich die Innovationskraft und Leistungsstärke unserer Betriebe manifestiert. Der Erfolg der >vienna-tec 2008< hat zweifellos seine Ursachen in der Einzigartigkeit des Konzepts mit der synergiestarken Themenkombination der sechs Fachmessen und der interregionalen Ausrichtung mit CEE-Fokus.“
Entgegen der naheliegenden Vermutung, dass die gegenwärtige globale Finanz- und Bankenkrise den Verlauf der Messe beeinträchtigen könnte, erklärt Johann Jungreithmair, dass davon wenig zu spüren gewesen sei: „Die Industrie orientiert sich an längerfristigen Zyklen, und, wie Direktor Ing. Wolfgang Morrenth, Leiter von Siemens Industry Automation und Drive Technologies, beim Branchentalk im Rahmen der Eröffnung hervorgehoben hat, wertet die Industrie die herrschende Krise als Chance für einen Innovationsschub, was sie gerade in der Krise zu einem Stabilitätsfaktor mache.“ Dr. Alfred Hutterer, Geschäftsführer von Trumpf Maschinen Austria sagte zu dieser Thematik: „In Anbetracht der vielen Negativmeldungen aus der Tagespresse zum Zustand des Bankensystems kann die >vienna-tec< als großer Erfolg bezeichnet werden. Es wurde viel mehr über neue Technologien gesprochen als über Kredite.“
Eindeutiges „Ja“ zur >vienna-tec< von den Besuchern
Die Ergebnisse der unabhängigen Besucherbefragung zeigen deutlich, dass die Besucher der >vienna-tec< begeistert waren: nahezu alle Befragten (98,6 %) waren mit der Messe insgesamt zufrieden. 95,7 Prozent lobten die Präsenz von Produktneuheiten und den hohen Innovationsgrad. Der Synergieeffekt durch die Vereinigung der sechs Fachmessen wurde von rund 90 Prozent als vorteilhaft qualifiziert. „Die Umfragedaten bestätigen nicht nur die Richtigkeit des Messekonzeptes und seiner Umsetzung, sie sind mindestens ebenso als großes Kompliment an die Aussteller und ihr Engagement zu sehen. Zudem unterstreichen sie die Notwendigkeit dieser Messe und ihren hohen Effizienzgrad“, erklärt dazu Ing. Christian Friedl, Leiter Geschäftsbereich Messen bei Reed Exhibitions Messe Wien.
Den Stellenwert der >vienna-tec< belegt auch die aus den Umfragedaten ablesbare hohe Entscheiderqualität der Besucher. Rund zwei Drittel (85,2 %) gaben an, bei Investitionen und Entscheidungen ausschlaggebend oder mitentscheidend zu agieren. „Anhand der Daten aus der Besucherbefragung erkennt man deutlich, welch hohe Qualität die Besucher der >vienna-tec< haben“, unterstreichen die beiden Messeleiter Eveline Sigl und DI Harald Novotny. „Auch der internationale Anteil der >vienna-tec<-Besucher kann sich sehen lassen: wir konnten Besucher aus der Bundesrepublik Deutschland, der Slowakei, der Republik Tschechien, aus Ungarn sowie aus zahlreichen anderen EU-Ländern und aus Nicht-EU-Ländern sowie sogar aus Übersee begrüßen.“
Österreichs Industrie braucht noch viel mehr qualifizierte Mitarbeiter
Die offizielle Eröffnung der >vienna-tec 2008< hatte Dr. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, vorgenommen, der in seiner Rede die Bedeutung der Messeplattform >vienna-tec< hervorhob: „Messen präsentieren nicht nur Produkte und Lösungen der Aussteller, sie fördern vor allem den persönlichen Kontakt, der wichtig ist, um Vertrauen zu schaffen.“ Weiters lobte Präsident Christoph Leitl die Aus- und Weiterbildungsinitiative im Rahmen der >vienna-tec<: „Die ‚Education Mall’ ist ein wichtiges Signal für den Nachwuchs und zeigt die zahlreichen Möglichkeiten auf, die der Markt bietet. Hier wird deutlich, dass junge Menschen eine echte Chance haben und gebraucht werden.“ Der Weiterbildungsaspekt hatte auch für Dr. Alfred Hutterer, Geschäftsführer von Trumpf Maschinen Austria, Priorität: „Wir suchen in der Industrie händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Daher war es so wichtig, dass sich zahlreiche Ausbildungsstätten und ihre Studenten im Rahmen der >vienna-tec< präsentieren konnten. Wir haben in Österreich wie in Europa insgesamt ein hervorragendes Niveau der Ingenieursausbildung, und wir brauchen den Vergleich mit amerikanischen Eliteuniversitäten nicht zu scheuen. Entscheidend für die Zukunft wird jedoch sein, dass noch viel mehr junge Menschen eine technische Ausbildung wählen.“
High-Tech-Standort Österreich hat eindrucksvoll Flagge gezeigt
„Der Industrie- und High-Tech-Standort Österreich hat eindrucksvoll Flagge gezeigt“, bringt Direktor Johann Jungreithmair den Erfolg der zweiten Ausgabe von Österreichs größter und bedeutendster Industriefachmesse auf den Punkt. „Nicht nur wir als Organisator, sondern auch die Aussteller, die höchste Qualität bei ihren Präsentationen gezeigt haben, können stolz auf diese Messe sein.“ Und er fügt noch ein Lob für die nunmehrige Verkehrsinfrastruktur an: „Gerade an einer so großen und wichtigen internationalen Fachmesse wie der >vienna-tec< hat sich wieder bewiesen, dass die seit dem Frühjahr bestehende Anbindung der Messe Wien an das U-Bahn-Netz Gold wert ist.“
Zufriedene Stimmung bei den >vienna-tec<-Ausstellern
„Die >vienna-tec< entwickelt sich mit ihrer Angebotsbreite tatsächlich zu einer Plattform der Industrie“, sagt Dr. Alfred Hutterer, Geschäftsführer von Trumpf Maschinen Austria und einer der >vienna-tec< Fachbeiratssprecher. „Eine derartige Vielfalt an Themen der produzierenden Wirtschaft wurde bisher in Österreich auf keiner Messe angesprochen.“ Der Weg hin zur Automation – vor allem in der Blechbearbeitung – konnte man bei TRUMPF als klaren Trend feststellen, so Hutterer. Dabei käme immer mehr die Sensorik ins Spiel.
„Es war viel los am Festo Stand“, freut sich Ing. Wolfgang Keiner, Geschäftsführer Festo Österreich. „Wir haben unser Messeziel voll erreicht! Der Erfolg einer Fachmesse misst sich für uns in qualifizierten Kundenkontakten, die diesmal ausgezeichnet waren. Ein Ansporn für die Zukunft, denn Verbesserungen sind immer möglich. (…) Wir freuen uns auf die >vienna-tec 2010<“.
Als wichtige Kommunikationsplattform, die es ermöglicht, innerhalb von nur wenigen Tagen nahezu alle wichtigen Kunden anzusprechen – und das ohne Anreisewege – bezeichnete die >vienna-tec< KommR Ing. Herbert Seydel, Geschäftsführer von Phoenix Contact GmbH und Aussteller im Bereich der Automatisierung. „Die >vienna-tec< hat sich gut entwickelt und hat sich etabliert. So weitermachen!“
„Viele Aussteller aus dem Bereich >Schweißen< haben den Erfolg der >vienna-tec< erneut bestätigt“, sagte einer der Sprecher des >vienna-tec< Fachbeirates, Dr. Klaus Wichart, Geschäftsführer der SZA (Schweißtechnische Zentralanstalt) und lobte die vielen Rahmenaktivitäten rund um die >vienna-tec<. Die Ausrichtung auf den CEE/SEE-Raum sei unbedingt notwendig und richtig, so Dr. Wichart und eine Marschrichtung die man weiter verfolgen solle. Besonders erfreut zeigte sich Wichart über die rege Teilnahme am „JOIN-EX – Kongress“: „Die Mischung aus Kongress und gleichzeitig stattfindender Messe ist gut angekommen. Ein perfekter Mix aus Theorie und Praxis. Wir konnten rund 200 Teilnehmer zum ‚JOIN-EX – Kongress’ begrüßen.“ (Anm.: Die Schweißtechnische Zentralanstalt (SZA) lädt als Authorized National Body (ANB) und verantwortliches Institut des International Welding Instituts (IIW) in Österreich alle zwei Jahre zum „JOIN-EX – Kongress“ nach Wien. Dieser fand heuer erneut (wie 2006) parallel zur >vienna-tec< im Congress Center der Messe Wien am 9. und 10. Oktober statt.)
Im Bereich Arbeitsschutz sagte Günter Preisinger, Verkaufsleiter Uvex Safety Group GmbH & Co KG: „Die >vienna-tec< war positiv für uns, es kamen rund 98 Prozent unserer bestehenden Kunden zur Messe. Die >vienna-tec< hat für uns regionalen Charakter, sie ist die beste Messe für uns in Österreich.“ Besonders gefragt gewesen seien heuer schnitthemmende Handschuhe mit spezifischer Passform sowie Atemschutzmasken, die mit Schutzbrille kombinierbar sind, gab Preisinger zu Protokoll. Und auch zur gegenwärtigen Konjunkturlage hatte der UVEX-Verkaufsleiter ein Zitat parat: „Die derzeitige wirtschaftliche (Krisen)Situation hat sich bis jetzt noch nicht ausgewirkt, es war direkt auf der Messe kein Thema, wir rechnen aber mit Auswirkungen in Zukunft im Frühjahr 2009.“
Horst Hickl, von der Wanzel Handels- und Projektmanagement GmbH und Aussteller des Bereichs mechanische Messtechnik, schließt an und sagte, dass es die derzeitige Panik vor der Krise sei, die Bewegung in den Markt bringe. „Momentan ist die Situation schwer abschätzbar, erste Reaktionen werden erst kommen, allerdings eher im Produktionsbereich, wo es zu Reduktionen kommen kann.“ Allerdings, so Hickl, könne auch genau das Gegenteil kommen. Zur Messe selbst sagte Horst Hickl: „Die >vienna-tec< war gut für uns, wir sind zufrieden, es war überraschend viel Frequenz bei uns am Stand.“
Aus dem Bereich Betriebsausrüstung sprach Gerhard Fesl, Geschäftsführer Lista Austria GmbH: „Die >vienna-tec< war für uns besser als angenommen. Wir konnten auch Neukunden bei uns begrüßen. Die >vienna-tec< war eine sehr gute Gelegenheit, neue Produkte zu präsentieren.“ Zurückhaltung oder Unsicherheit habe man bei den Kunden noch kaum bemerkt, Investitionsbereitschaft sei nach wie vor vorhanden, so Fesl. „Bei den Produkten geht der Trend zu funktionierenden Lösungen. Und das Thema Sicherheit kommt besonders gut an. Zudem sollen die Produkte einfacher, schneller und professioneller sein, ebenso der Service.“
Vom Bereich Werkzeugmaschinen vermeldete Bruno Munier, Geschäftsführer Sandvik in Austria GmbH: „Die >vienna-tec< war für uns positiv. Vor allem die letzten drei Tage waren für mich besser als erwartet. Wir hatten auch einige Besucher aus den CEE-Ländern, unter anderem aus Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Russland.“ Primär, so Munier, seien Kunden vorbeigekommen, um sich einen Gesamtüberblick über Werkzeuge und Zubehör zu holen.
Benno Allerbauer, Geschäftsführer von RÖSLER-Oberflächentechnik GmbH und Aussteller im Bereich Oberflächentechnik, umreißt das Interesse der Kunden, die den Messestand während der >vienna-tec< besucht haben: „Schneller, höher, weiter – so könnte man das Interesse beschreiben. Der Kunde sucht Wege, seine Produktion effizienter bzw. wirtschaftlicher zu gestalten. Herkömmliche Technologien oder Anlagen kennt er, daher werden nur Neuerungen mit Interesse wahrgenommen.“
Vorausscheidungen zur Berufs-WM 2009: Mechatronik Gewinnerteam aus Oberösterreich und Elektrotechnik-Gewinner aus Osttirol
Für Spannung sorgte das Finale der nationalen Vorausscheidungen zur Berufs-WM 2009 in Calgary, Canada, das für den Beruf Mechatronik und Elektrotechniker auf der >vienna-tec< stattfand. Die von Festo und Siemens als Hauptsponsor unterstützte Education Mall war Schauplatz des Wettkampfs der Nachwuchs-Techniker, den Mario Henerbichler und Stefan Leitner von WFL Millturn für sich entscheiden konnten. Beim bundesweiten Jungmonteurwettbewerb für Elektrotechniker entschied das Rennen Matthias Klaunzer, Lehrling bei Elektro Ortner in Lienz, Osttirol. Dabei mussten die Teilnehmer – in einer Installationskoje – eine technisch anspruchsvolle, zukunftssichere, busgesteuerte und vollelektronisierte Wohnungsinstallation absolvieren. Die Aufgabenstellung orientiert sich an internationalen technischen Standards sowie Anforderungen und Vorgaben der „Worldskills“ in Calgary.
Gewinner des >vienna-tec< HTL- und FH-Wettbewerbs
Der HTL- und FH-Wettbewerb hat im Rahmen der „Education Mall“ stattgefunden. Eingereicht werden konnte maximal ein Projekt pro teilnehmender HTL oder FH. Dieses wiederum musste bereits im Rahmen einer Matura-, Diplom- oder Projektarbeit umgesetzt werden, wurde bereits in der Praxis eingesetzt oder konnte in Form eines praxistauglichen Prototyps ausgestellt werden. Eine fachkundige Jury beurteilte die Arbeiten und kürte den Sieger. Der erste Platz ging dabei an die HTL Braunau am Inn mit dem Projekt „Latentwärmespeicher-Salzkristalle als neue Energiespeichertechnologie“. Den zweiten Platz belegte die HTBL u. VA Innsbruck mit einer Messeinrichtung, mit der räumlich auftretende Kräfte auf einem Tragflügel in einem Windkanal gemessen werden können. Die HTL Mödling schließlich belegte den dritten Platz und zeigte einen Holzvergaser als Blockheizkraftwerk für ein Einfamilienhaus.
Nach der Messe ist vor der Messe
Der nächste Branchenevent für den Bereich Automatisierung, die internationale Fachmesse >Smart<, wird vom 7. bis 9. Oktober 2009 im Design Center Linz stattfinden. Und die nächste, die dritte Ausgabe der >vienna-tec< steht für den 5. bis 8. Oktober 2010 auf dem Programm der Messe Wien.
FACHTEIL:
Technischer Nachbericht zur >vienna-tec 2008<:
Die Schlagwörter: Komplette Integration und Durchgängigkeit +++ Prozessüberwachung mit High-End-Thermografie; Hybridschweißen und Wasserstrahlschneiden +++ Modulare Systeme in der Industrieelektronik; Effiziente Energieverteilung +++ Hochleistungsmaschinen und einfache Standardmaschinen +++
>automation<: Komplette Integration und Durchgängigkeit
In der Automatisierungstechnik beherrschen derzeit die Schlagwörter komplette Integration und durchgängige Gesamtsysteme die Branche. Die Erwartungen der Anwender aus dem Maschinen- und Anlagenbau liegen hier klar auf der Hand: Mit integrierten Gesamtsystemen will man eine erhebliche Reduzierung der Kosten erreichen.
Mit den durchgängigen Automatisierungslösungen zeigten die Anbieter bei der >vienna-tec<, dass die Motion Control Seite optimal mit der Steuerungsseite harmoniert. Dadurch lassen sich auch komplexe Anwendungen realisieren – der große Vorteil dabei: Kein unnötiger Overhead an Funktionalitäten wodurch sich die Kosten deutlich reduzieren lassen.
Im Bereich Motion Control konnte man zwei unterschiedliche „Konzept-Philosophien“ erkennen. Zum einen erfolgt die Integration der Antriebstechnik in die Steuerungstechnik über standardisierte Schnittstellen, wodurch eine einfache Implementierung möglich ist, allerdings nur ein bestimmter Grad an Integration erreicht werden kann. Auf der anderen Seite wird die Antriebsseite soweit wie möglich in die Steuerung integriert, sodass der Antrieb selbst sich nur mehr als einfache Komponente darstellt. Generell war fest zu stellen, dass die Anbieter von Automatisierungstechnik kaum auf einzelne Komponenten setzen, die einander heute ohnehin technologisch meist ähnlich sind und damit fast beliebig austauschbar, sondern auf Lösungen, die auf der Seite des Anwenders einen Mehrwert schaffen und die Produktivität erhöhen.
Als ein wichtiges Thema zog sich auch die Sicherheitstechnik – Schutz von Mensch und Maschine – durch das breite Angebot. So waren neue hochverfügbare, sichere und fehlertolerante Modular- sowie Kompakt-Steuerungen für die Fabrik-, Prozess- und Gebäudeautomation zu sehen.
Im Bereich Robotik- und Handhabungstechnik wurden einige neue „intelligente Helfer“ präsentiert. So etwa ein Knickarmroboter im Kleinformat, der durch seine verbesserte Kinematik unterschiedliche Arbeitsprozesse noch präziser und schneller erledigen kann. Die vom Anbieter genannten zahlreichen Anwendungen finden sich dort, wo die üblichen Industrieroboter zu wuchtig oder zu teuer sind.
>energy-tec<: Effiziente Energieverteilung
Energieeffizienz und Lösungen zum Energiesparen standen bei der Fachmesse >energy-tec< am Programm. Hier zeigten die einschlägigen Aussteller praxiserprobte und sichere Lösungen zum Kontrollieren, Steuern und Verteilen der Energie.
Zur Unterstützung und Optimierung des Betriebs leitungs- oder rohrgebundener Energieübertragungs- und -verteilungssysteme wurden eine Vielzahl von Produkten und Systemen auf Stations-, Kommunikations- und Netzleitebene präsentiert. Einer der Anbieter zeigte auf der Stationsebene neben der Fernwirktechnik verschiedene Gateway-Lösungen, die dann zum Einsatz kommen, wenn keine parallele Prozessanschaltung benötigt wird. Die Fernwirktechnik als auch die Gateway-Lösungen verfügen heute über integrierte Webserver-basierte Bedieneinheiten. Reicht die Funktionalität dieser Bedieneinheiten nicht aus, bieten viele Hersteller SCADA- oder eigene Stationsleitsysteme an, die als Netzleitsystem genutzt werden.
Bekanntlich läuft ohne ausreichende Energie- oder Stromversorgung gar nichts. Fachbesucher, die nach fertigen Stromversorgungen der neueren Systemgeneration Ausschau hielten, fanden ihre Lösungen: Netzgeräte und AC/DC- und DC/DC-Wandler, Batterien und Akkus, unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) in geschlossener oder Open-Frame-Bauweise.
>messtechnik<: Prozessüberwachung mit High-End-Thermografie
In der Messtechnik war eines der spannendsten Themen die High-End-Thermografie. Anlagenbetreiber setzen Wärmebildkameras vor allem zur Prozessüberwachung und zur vorbeugenden Instandhaltung ein. Mithilfe der Thermografie erstellt die Kamera ein Wärmebild, aus dem sich Problemstellen ablesen lassen. Während bei anderen Methoden die Produktion gestoppt oder beispielsweise Leitungs- und Rohrsysteme zerlegt werden müssen, misst die Wärmebildkamera berührungslos und ohne größere Eingriffe ins System. Die Hochleistungs-Wärmebildkameras helfen bei der täglichen Fehlersuche und Wartung von elektrischen Anlagen, elektromechanischen Geräten, Prozessausrüstungen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimasystemen und vielen anderen Industrie- und Elektroanlagen.
Einer der Hersteller zeigte für den harten Industrieeinsatz geeignete robuste, zuverlässige Wärmebildkameras mit patentierter IR-Fusion-Technologie. Diese Technologie nutzt ein spezielles Bildkorrekturverfahren für die exakte Überlagerung von Sicht- und Wärmebild unabhängig vom Messabstand. Dadurch wird bei beliebigen Abständen eine direkte Beziehung zwischen Temperatur und konkreter Praxisanwendung gewährleistet.
Ausgestattet mit einem brillanten Farb-LCD-Display im Widescreen-Format schaffen die High-End-Geräte einen Temperaturmessbereich zwischen -20°C und +350°C. Damit eignen sie sich die Wärmebildkameras für die meisten industriellen, elektrischen und kommerziellen Anwendungen und ermöglichen die Bedienung aus sicherer Entfernung. Die Anzeige, Kommentierung, Bearbeitung und Analyse von Wärmebildern wird von einer leistungsfähigen Software unterstützt.
>industrie-elektronik<: Modulare Systeme
Zwei der wesentlichen Themen in der Industrieelektronik waren bei der >vienna-tec< alle Arten von Steckverbindern sowie verschiedene Gehäuse für elektronische Komponenten.
In der industriellen Elektronik geht nichts ohne das „verbindende Element“ der Steckverbinder. Oftmals völlig unscheinbar im Einsatz und durch das Aufkommen der Feldbusse in den Hintergrund gedrängt, erfreuen sich die Steckverbinder eines sehr lebendigen Daseins. Mehrere Hersteller zeigten bei der >vienna-tec< ihre aktuellen und neuen modularen Systeme, bei denen zum in einem Stecker Elektroniksignale und Energieleitungen zusammengefasst werden.
Um den Anschluss elektrischer Verbindungen praxisgerecht zu optimieren, hat ein Anbieter eine „schlaue“ Steckverbinderserie entwickelt, die sich durch sehr einfache Montage auszeichnet. Die Serie mit Käfigzugfederanschluss und Verriegelungselementen bietet als Vorteile den einfachen Anschluss ohne Werkzeug, deutliche Zeitersparnis gegenüber herkömmlichen Schraub- oder Käfigzugfedereinsätzen sowie eine schnelle optische Unterscheidung der bereits verdrahteten Kontaktpositionen und hohe Vibrationsfestigkeit.
Am Sektor Gehäusetechnik setzen die Anbieter auf ausreichenden Schutz der eingebauten Elektronik sowie das funktionelle Design. Laut Aussagen der Hersteller wird es in heutiger Zeit immer wichtiger, neben der generellen Einhausung weitere Einflussparameter, wie einfache Montage, Robustheit, Langlebigkeit und gutes Aussehen zu berücksichtigen.
Als Gehäuse-Werkstoff werden Stahl und Kunststoff im industriellen Bereich schon immer verwendet, zunehmend kommen auch Aluminiumgehäuse zum Einsatz. Die speziellen Materialeigenschaften des Aluminiums und die daraus hervorgehende gute Gestaltbarkeit und hochwertige Anmutung werden immer deutlicher als Vorteile für viele industrielle und kommerzielle Elektronikbereiche erkannt. Aluminium erweist sich in vielen Bereichen als Konkurrent zu etablierten Stahl- und Kunststoffgehäusen.
>intertool<: Hochleistungsmaschinen und einfache Standardmaschinen
Im Bereich Fertigungstechnik zeigten die Hersteller ein umfangreiches Produktportfolio – von der konventionellen Dreh- und Fräsmaschine über CNC-Drehzentren und vertikale Bearbeitungszentren bis hin zur vollautomatischen Fertigungszelle. Die Entwicklung bei Werkzeugmaschinen weist zwei Trends auf. Neben Hochleistungsmaschinen feiern vor allem einfache Standardmaschinen große Erfolge. Hohe Zuverlässigkeit und ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis sind hier ausschlaggebend. Auch die Anbieter von CNC-Steuerungen haben sich diesen Trends gestellt – neben Highend-Produkten sah man bei der Fachmesse >intertool< anspruchsvolle CNC-Steuerungen im unteren und mittleren Segment.
Hochproduktive Komplettbearbeitung in einer neuen Dimension, das zeigte ein Anbieter mit seiner Drehmaschinen-Bauserie mit hochdynamischen, wassergekühlten Spindelmotoren. Ebenso präsentiert wurde ein High-Performance-Drehzentrum mit Gegenspindel als intelligente Lösung für die wirtschaftliche Komplettbearbeitung von Stangen- und Futterteilen. Je nach Ausführung ermöglicht die Maschinen eine rationelle Teilefertigung von Präzisions- und Drehfrästeilen. Die Bandbreite der gefertigten Werkstücke reicht von Hydraulik- und Pneumatik-Komponenten sowie Motoren- und Fahrzeugteilen hin zu Elementen der Medizintechnik.
Neben den einzelnen neuen und verbesserten Werkzeugmaschinen stand auch die Automatisierung der Fertigung am Programm. So war etwa eine neue effektive Lösung für die flexible Beladung der Maschine mit Stückgut zu sehen: Ein 6-Achsenroboter ermöglicht das Handling der Teile und parallel auch die Durchführung von Messoperationen – einer der entscheidenden >intertool<-Beiträge zu wesentlich mehr Produktivität in der Fertigung.
Lösungen fanden gleichermaßen Serienfertiger und Universalisten. Die Serienfertiger unter den >vienna-tec<-Besuchern interessierten vor allem die Stückkosten-Produktivität sowie allenfalls noch der Platzbedarf eines Fertigungsmittels. Dagegen zählen für den Universalist noch weitere Faktoren wie Bedien-, Programmier- und Rüstfreundlichkeit. Bislang galten solche unterschiedlichen Anforderungen vor allem im Bereich der Vertikaldrehmaschinen als nur schwer miteinander vereinbar: Geschwindigkeit ging zulasten der Flexibilität und Universalität wurde stets auf Kosten der Produktivität erkauft. Die Problemlösung präsentierte die >vienna-tec< mit dem Angebot diverser Hersteller von neuen Vertikal-Drehmaschinen. Als Fachbesucher konnte man es live erleben: Äußerst kurze Span-zu-Span-Zeiten und optimale Drehperformance gewährleisten schnellste Produktionszeiten in der Zerspanung.
>Schweissen & Schneiden<: Hybridschweissen und Wasserstrahlschneiden
Bei der >vienna-tec 2008< waren neueste Technologien und Produkte in den Sektionen Hochleistungs-Schweißen, Hybrid- und Laserschweißen sowie Wasserstrahlschneiden zu sehen.
In den letzten Jahren hat sich der Laser auf Grund seiner vielfältigen technologischen Vorteile wie präzise Energieeinbringung, Flexibilität und hervorragende Automatisierbarkeit in der Blechbe- und -verarbeitung etabliert, wie einige Unternehmen zeigten. Es können bei optimaler Einstellung aller Parameter mit den Lasersystemen Schweißnähte mit sehr hoher Qualität hinsichtlich Nahtgeometrie und Nahtfestigkeit erzeugt werden. Durch geringe Wärmeeinbringung kann darüber hinaus die Bearbeitung dünner und kritischer Materialien erfolgen. Beschränkt wird der Einsatz des Lasers häufig durch die erreichbaren Toleranzen der vorgeschalteten Arbeitsschritte. Durch lasertypisch kleine Schmelzbäder können nur geringe Spalte überbrückt werden. Die Lösung liefert hier, wie bei der >vienna-tec< zu sehen war, die Kombination der Werkzeuge Laser und Lichtbogen zu einem gemeinsamen Schweißverfahren – dem Hybridschweißen. Die hohe Schweißgeschwindigkeit des Lasers kann beibehalten werden während der Lichtbogen seine Vorteile mit einbringen kann.
Neben dem Laser wurde auch die neue Generation im Wasserstrahlschneiden gezeigt. Seitens der Anbieter überzeugte man bei der >vienna-tec< die Besucher durch die hohe Präzision der Systeme. Auf Grund vielfältiger Features hat sich das Schneiden mit unter Hochdruck stehendem Wasser vor im Maschinen-, Werkzeug- und Vorrichtungsbau etabliert. Vorgeführt wurde unter anderem das Schneiden von hochfestem Stahl, wo dem Wasserstrahl ein feinkörniger scharfkantiger Granatsand zugefügt wird. Ohne nennenswerte mechanische und thermische Belastung staunten die Fachbesucher, dass beliebige Konturen mit Genauigkeiten bis ± 0,02 mm problemlos geschnitten werden konnten. (+++)
|
|
|
Für weitere Presseinformationen wenden Sie sich bitte an:
Reed Exhibitions Messe Wien / Presse & PR: |
Leiter Presse & PR
|
 |
 |
Mag. Paul Hammerl
Email: presse@messe.at |
|
Presseabteilung - Redaktion
|
 |
 |
Mag. Jasmin Medani
Tel: +43 (0)1 72720 - 2421 Fax: +43 (0)1 72720 - 2429 Email: presse@messe.at |
|
Presseabteilung - Organisation
|
 |
 |
Stephanie Raidl
Tel: +43 (0)1 72720 - 2420 Fax: +43 (0)1 72720 - 2429 Email: presse@messe.at |
|
|
|